1890 wurde in Bad Reichenhall
das erste Wechselstromkraftwerk Deutschlands durch den Holzstoff-Fabrikanten
Konrad Fischer errichtet. Gleichzeitig wurde die erste öffentliche
Stromversorgung in Bayern in Betrieb genommen. 1894 wurde von Max Bayer
ein zweites E-Werk errichtet. 1898 wurden beide Wasserkraftwerke von der
Stadt übernommen. Beide Kraftwerke wurden nach dem Bau des Saalachkraftwerkes
und Ablösung der Wasserrechte durch das szt. Königlich-Bayerische
Eisenbahnärar 1913 stillgelegt. Das E-Werk wurde Weiterverteiler.
Der Strombedarf der Stadt stieg
speziell nach der Währungsreform 1948 so stark an, dass das Saalachkraftwerk
die Stromversorgung für die Stadt nicht mehr sicherstellen konnte.
1959 wurde deshalb ein Anschluss an das Netz der Licht- und Wasserversorgungs-AG
(heute E.ON) hergestellt und ein Vertrag über Stromlieferung
abgeschlossen. In den
letzten Jahren wird auch vermehrt Strom aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen,
Photovoltaikanlagen und einer eigenen kleinen Wasserkraftanlage in das Stromnetz der Stadtwerke
eingespeist.
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