Pressemitteilung:

 

Stadtwerke Bad Reichenhall informieren:
Anpassung der Strom- und Erdgaspreise ab 1. Februar 2023

 

Die Energiekrise, die durch den Ukrainekrieg und den daraus resultierenden Stopp der russischen Gaslieferungen ausgelöst wurde, hält unvermindert an. Das Preisniveau an den Energiebörsen ist – nach einer kurzen Erholungsphase im Oktober – weiter auf Höchstständen. Die anhaltend hohen Energiepreise machen eine Erhöhung der Strom- und Erdgaspreise ab 1. Februar 2023 erforderlich.

 

Durch ihre größtenteils langfristig angelegte, vorausschauende Beschaffungsstrategie konnten die Stadtwerke Bad Reichenhall die Belastungen für ihre Kunden bisher begrenzen. Je länger das hohe Preisniveau an den Beschaffungsmärkten anhält, umso stärker schlagen die hohen Beschaffungskosten aber auch bei den Stadtwerken durch. Außerdem steigen zum 1. Januar 2023 als Folge der Energiekrise auch die Nutzungsentgelte für das Stromnetz. Zum 1. Februar 2023 sind daher sowohl bei Strom als auch bei Erdgas Preiserhöhungen unvermeidlich. Weiterhin zählen die Stadtwerke Bad Reichenhall im Marktvergleich zu den günstigen Anbietern.

 

Für die Stromkunden erhöht sich der Arbeitspreis in den Sonderprodukten (ECO Plus, Mein SaalachStrom etc.) um netto 8 ct pro verbrauchte Kilowattstunde. Der Grundpreis steigt um 26,05 € netto pro Jahr - hier werden die höheren Netzentgelte 1:1 an die Kunden weitergegeben. Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.500 Kilowattstunden bedeutet das monatliche Mehrkosten von rund 19 Euro netto bzw. eine Preiserhöhung um 28%.

 

Auch in der Grundversorgung Strom wird der Grundpreis in gleicher Höhe angepasst, der Arbeitspreis erhöht sich um 9 ct pro verbrauchte Kilowattstunde. Dies entspricht einer Preissteigerung um 26%.

 

Beim Erdgas muss zum 1. Februar 2023 im Sondertarif Erdgas-ECO der verbrauchsabhängige Arbeitspreis um netto 2 ct/kWh erhöht werden. Der Grundpreis ändert sich nicht. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 13.500 kWh bedeutet dies eine zusätzliche monatliche Belastung von rund 23 Euro netto bzw. eine Preiserhöhung um ca. 16 %.

 

Die Preise in der Gas-Grundversorgung bleiben bis auf Weiteres unverändert.

 

Stadtwerke-Vorstand Peter Fösel: „Die Energiekrise hält leider weiter an. Für uns ist es ein Gebot der Fairness, die gestiegenen Beschaffungskosten nur im unvermeidlichen Umfang an unsere Kunden weiterzugeben. Uns ist bewusst, dass die hohen Energiepreise eine echte Belastung für Bürger und Unternehmen sind. Auch wenn die Umsetzung mit hohem Aufwand verbunden ist, begrüßen wir daher die beschlossenen Gesetze für eine Strom- und Gaspreisbremse, die für die Kunden zu einer Entlastung bei den Energiekosten führen werden.“

 

Die am 16. Dezember 2022 im Bundesrat verabschiedeten Gesetze für eine Strom- und Gaspreisbremse führen dazu, dass ab März 2023 rückwirkend zum 1. Januar 2023 der Strompreis für Privat- und Gewerbekunden auf 40 ct/kWh brutto gedeckelt wird, der Gaspreis auf 12 ct/kWh.