Pressemitteilung:

 

 

Turbulenzen an den Energiemärkten machen Anpassung der Strom- und Erdgaspreise ab 1. Juni 2022 erforderlich

 

 

Seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges sind die Beschaffungspreise an den Strom- und Gasmärkten nochmals dramatisch angestiegen. Auch das Kommunalunternehmen Stadtwerke Bad Reichenhall kann sich dem nicht entziehen. Die Strom- und Erdgaspreise müssen daher ab 1. Juni 2022 angepasst werden. Im Marktvergleich fällt die Anpassung allerdings moderat aus. Alle Energie-Kunden der Stadtwerke erhalten in den nächsten Tagen Post mit detaillierten Informationen.

 

 

 

Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2021 haben sich die Energiepreise weltweit deutlich erhöht. Mit Kriegsbeginn sind die Preise nochmals dramatisch gestiegen. Die Preise an den Beschaffungsmärkten für Strom und Gas haben sich innerhalb eines Jahres teilweise verzehnfacht. Durch ihre größtenteils langfristig angelegte, vorausschauende Beschaffungsstrategie können die Stadtwerke diese Kostensteigerungen zu einem großen Teil kompensieren und diesen Vorteil an ihre Kunden weitergeben. Dennoch sind Preisanpassungen unvermeidlich.


Die meisten Stromkunden der Stadtwerke, nämlich über 90 %, beziehen ihre Energie zu Sondertarifen (Mein SaalachStrom, ECO-Plus, Heizstrom etc.). Für diese erhöht sich der Arbeitspreis zum 1. Juni 2022 um netto 3,12 Cent pro verbrauchte Kilowattstunde. Der Grundpreis ändert sich nicht. Schon zum 1. Juli 2022 wird im Gegenzug die EEG-Umlage zur Ökostromfinanzierung abgeschafft. Diese Entlastung von netto 3,72 Cent pro Kilowattstunde geben die Stadtwerke voll an die Kunden weiter.


Unter dem Strich sinkt damit der Strompreis ab 1. Juli 2022 gegenüber dem aktuellen Stand um netto 0,6 ct/kWh. Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.500 Kilowattstunden bedeutet das eine Kosteneinsparung von ca. 1 Euro netto pro Monat bzw. eine Preissenkung um rund 2 %.

Die Preise in der Grund- und Ersatzversorgung müssen stärker erhöht werden. Denn viele Discount-Anbieter haben die Versorgung ihrer Kunden eingestellt oder deren Preise drastisch erhöht. Als Grundversorger sind die Stadtwerke gesetzlich verpflichtet, auch diese Kunden zu beliefern, müssen aber die dafür nötigen Energiemengen zu aktuell extrem hohen Kosten nachbeschaffen. Das führt zu hohen Preisrisiken, die im Grundversorgungstarif abgebildet werden müssen.

Alle Grundversorgungskunden der Stadtwerke können diese Erhöhung vermeiden, indem sie in einen Sondertarif wechseln. Den Preisanpassungsschreiben liegt ein Formular bei, mit dem dies einfach und problemlos möglich ist.

 

 

 

Für Erdgaskunden im Tarif Erdgas ECO (mehr als 90 % der Gaskunden) erhöhen sich die Arbeitspreise ab 1. Juni 2022 um netto 1,6 Cent pro verbrauchte Kilowattstunde. Der Grundpreis bleibt unverändert. Für einen Durchschnittskunden mit einem Jahresverbrauch von 11.000 kWh bedeutet das monatliche Mehrkosten von rund 15 Euro netto bzw. eine Erhöhung um rund 20 %.

 

 

 

Auch beim Erdgas ist in der Grundversorgung aufgrund der Marktsituation eine höhere Anpassung erforderlich. Bestandskunden können diese durch einen Wechsel in den Tarif Erdgas ECO einfach vermeiden.

 

 

 

Stadtwerke-Vorstand Peter Fösel: „Die dramatische Situation an den Energiemärkten zwingt uns zu dieser Preisanpassung. Mit unserer langfristig angelegten Beschaffungsstrategie können wir jedoch – anders als viele andere Energieversorger – die Belastungen für unsere Kunden derzeit noch begrenzen. Dadurch sind wir – das zeigt der Blick in die gängigen Vergleichsportale – auch nach der Preiserhöhung deutlich günstiger als die Wettbewerber. Auf die Stadtwerke Bad Reichenhall als Partner ist auch in diesen schwierigen Zeiten Verlass.“